Führungsverhalten nachhaltig verbessern

Fehler vermeiden und Ihre Führungsrolle stärken

Die Führung von Menschen setzt zahlreiche Kompetenzen und die Bereitschaft zur Wandlungsfähigkeit voraus. So wie sich Ihr Personal und die Anforderungen der Wirtschaftswelt verändern, so sind Sie auch in Ihrem Führungsverhalten gefragt, Fehler zu vermeiden und Ihre Rolle immer wieder neu zu definieren.

Die Rolle als Führungskraft sollte nicht nur pro forma vorliegen, sondern auf Kompetenz und einem Führungsstil basieren, der zu Ihnen und der Firmenkultur passt. Erfahren Sie in meinem Artikel, was moderne Führung auszeichnet, wie sich das eigene Führungsverhalten nachhaltig verbessern lässt und wie Sie mit Everything DiSG® Work Leaders Ihr Profil als Führungsperson analysieren und schärfen können.

Gutes Führungsverhalten ist kein Selbstläufer

Als Führungskraft sind Sie die essenzielle Schnittstelle zwischen der Geschäftsführung und Ihren Mitarbeitern. Und dies bedeutet mehr, als Aufgaben und Prozesse nach unten hin vertrauensvoll zu vergeben und nach oben hin die eigene Belegschaft zu vertreten. In einer sich stetig ändernden Wirtschaftslandschaft wird Ihr Führungsverhalten stetig neu auf die Probe gestellt. Bedenken Sie diese Einflussfaktoren:

  • Sparmaßnahmen können dazu führen, dass für Ihre Abteilung weniger Budget bereitsteht oder dieses anders verteilt werden muss. Hier ist ein sensibles Führungsverhalten gefragt, um Mitarbeiter nicht vor den Kopf zu stoßen – im Extremfall bis zur Demotivation oder Kündigung.
  • Regelmäßig fallen Umstrukturierungen in Betrieben und Abteilungen an, die für einzelne Mitarbeiter nicht immer nachvollziehbar sind. Hier ist eine klare Kommunikation der Führungskraft gefragt, damit Veränderungen sachlich begründet werden und die Wertschätzung nicht leidet.
  • Bei fehlenden Mitarbeitern und Fachkräften gilt es, eine wachsende Zahl an Aufgaben auf das gleiche Personal zu verteilen. Hier ist es Führungskräften vorbehalten, für ausreichend Motivation zu sorgen und zugleich Stress, Überlastung und Unzufriedenheit in der Belegschaft zu vermeiden.

Ein gutes Führungsverhalten heißt in diesen Situationen nicht einfach, Verantwortung zu übernehmen und den Mitarbeitenden eine Richtung vorzugeben. Gefragt ist eine echte Leadership, die Lösungen liefert, die Motivation hochhält und jedem das Gefühl gibt, ein wichtiger Teil des gesamten Prozesses und Unternehmens zu sein. Genau dies ist kein Selbstläufer und setzt fachliche und menschliche Stärken voraus.

Die Herausforderungen müssen Führungskräfte meistern

Die Herausforderungen müssen Führungskräfte meistern

Nach Definition vereint der Begriff „Führungsverhalten“ alle Eigenschaften und Stärken, die Manager unabhängig von der Führungsebene oder Größe des Unternehmens in sämtlichen Arbeitssituationen zum Wohle der Belegschaft und des Unternehmens einbringen. Neben dem persönlichen Auftreten als Führungskraft umfasst dies die Begleitung der Arbeitsprozesse selbst, die kommunikative Rolle für die Mitarbeitenden und letztlich das Erreichen vorgegebener Ziele, die das Unternehmen als Erfolg wertet.

Die Definition ist eher abstrakt und liefert keine konkreten Anhaltspunkte, wie sich Führungsverhalten genau ausgestalten oder verbessern lässt. Und dies zu Recht: Ein universell gutes Führungsverhalten gibt es nicht. Die Führungskraft muss als Person zum Unternehmen, der Belegschaft und den aktuellen Herausforderungen des Betriebs passen. Dies umfasst einige Hürden und Herausforderungen, die über einen individuellen Führungsstil und die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit hinausgehen:

  • Leadership kann nicht spontan durch einen Workshop oder ein Buch erlernt werden. Viele Führungskräfte sind deshalb auf fachlicher Ebene für ihre Position geeignet, haben jedoch keinerlei Schulung für eine zeitgemäße Mitarbeiterführung erhalten.
  • Der Arbeitsdruck für Führungskräfte in zahlreichen Branchen ist immens. Oft bleiben schlichtweg keine Zeit oder persönlichen Kapazitäten mehr, um sich intensiv mit dem eigenen Führungsverhalten und den Bedürfnissen der Mitarbeitenden zu befassen.
  • Die Konsequenzen einer guten oder schlechten Führungsarbeit sind in vielen Unternehmen nicht wirklich unterschiedlich. Solange „die Ergebnisse stimmen“, wird die Geschäftsführung zufrieden sein, selbst wenn unzufriedene Mitarbeiter kündigen und ersetzt werden müssen.
  • Viele Führungskräfte haben Schwierigkeiten damit, den eigenen Führungsstil zu hinterfragen und sich Feedback durch die Belegschaft einzuholen. Schnell werden Vorschläge zur Verbesserung als Schwächen hinterfragt, die man nicht im beruflichen Umfeld zeigen möchte.

Die genannten Herausforderungen sollen kein zu dunkles Bild von Führungskräften in Deutschland zeichnen. Es gibt viele verantwortungsvolle Führungskräfte, die sich ernsthaft um das Wohlergehen ihrer Belegschaft sorgen, dieser mit Wertschätzung gegenübertreten und für die bestmöglichen Arbeitsbedingungen sorgen wollen. Hier kann es schlichtweg am Know-how, den richtigen Werkzeugen oder der Zeit fehlen, um dies ins eigene Führungsverhalten einfließen zu lassen.

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Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Gespräch klären, wie Sie Ihr Führungsverhalten und das Ihrer Führungskräfte nachhaltig stärken.

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Welche Folgen eine schlechte Führung haben kann

Das eigene Verhalten als Führungskraft nicht zu hinterfragen und den bisherigen Führungsstil einfach „laufen zu lassen“, hat schleichende Konsequenzen. Die Art und Weise, wie Sie Ihr Team führen, nimmt einen direkten Einfluss auf das Vertrauen, die Produktivität und die Zufriedenheit jedes einzelnen Mitglieds. Wer es nicht schafft, als echter Leader mit einem passenden Führungsverhalten aufzutreten, riskiert unter anderem diese Probleme:

Sinkende Leistungsbereitschaft

Mitarbeitende sind nicht bereit, 100 % zu geben, wenn unklar ist, welche Aufgaben sie überhaupt zu übernehmen haben und auf welche Ziele und Erfolge sie hinarbeiten. Das eigene Engagement am Arbeitsplatz und die erbrachten Leistungen sinken, wenn der Eindruck entsteht, dass die eigene Führungskraft ebenfalls nicht 100 % gibt.

Fehlende Kommunikation und Wertschätzung

Mitarbeitende möchten ernstgenommen werden. Sie möchten Gehör für ihr Feedback finden und eine Wertschätzung und Einflussnahme spüren, um den Arbeitsalltag für alle Beteiligten besser zu gestalten. Fehlt die Kommunikationsbereitschaft oder Wertschätzung durch den Vorgesetzten, wird das eigene Handeln entsprechend angepasst – bis hin zum Verlassen des Unternehmens.

Fehlende Orientierung und Zielsetzung

Mitarbeitende möchten gerne zum Unternehmenserfolg beitragen und hoffen, hierfür ihrerseits belohnt zu werden. Umso schwieriger, wenn der Unternehmenserfolg durch die Führungskraft nicht eindeutig vermittelt werden kann. Wer „einfach nur vor sich hinarbeitet“, wird mit der Zeit seine Ansprüche reduzieren.

Beachten Sie, dass all dies und weitere Schwierigkeiten zusammen einen erheblichen Einfluss auf die Unternehmenskultur nehmen. Diese wird natürlich nicht durch das Führungsverhalten einzelner Manager beeinflusst. Umgekehrt sollte es jedoch klare Richtlinien und Vorgaben für Führungskräfte geben, welcher Führungsstil gewünscht ist und was zur Branche und den Teams passt. Achtung: Eine Firmenkultur entwickelt sich immer, ob Sie es wollen oder nicht. Nehmen Sie diesen Prozess lieber proaktiv in die Hand und etablieren Sie ein Führungsverhalten, das für alle Führungskräfte und Teammitglieder klar und transparent ist.

Führungsverhalten – so lassen sich Mitarbeiter richtig führen

Führungsverhalten – so lassen sich Mitarbeiter richtig führen

Führungsstärke, Kontrolle, Transparenz, Kommunikation, Wertschätzung – es gibt viele Schlagworte, mit denen sich Vorgesetzte und Führungskräfte für ihr Führungsverhalten befassen können. Konkrete Antworten, wie sich die eigene Persönlichkeit im Führungsverhalten weiterentwickeln sollte, geben die Begriffe alleine natürlich nicht. Im Folgenden deshalb drei praktische Tipps, wo Sie grundsätzlich im Alltag Ihres Unternehmens als Führungskraft ansetzen können.

1. Seien Sie offen für Feedback und geben Sie selbst welches

Kommunikation im betrieblichen Umfeld heißt für Sie als Führungskraft nicht, sich an den Plaudereien an der Kaffeemaschine beteiligen zu müssen. Von Ihrer starken Führung wird erwartet, dass Sie Stellung zu laufenden Prozessen und Aufgaben beziehen. Dies gelingt über direktes Feedback, bei dem Sie fair und konstruktiv auf Ihre Teammitglieder zugehen sollten.

Behalten Sie dabei stets die Perspektive auf den einzelnen Prozess oder das aktuelle Projekt, anstatt zu allgemein über das Arbeitsverhalten der Person zu sprechen. Seien Sie offen und ehrlich und zeigen Sie Alternativen auf, wo ein Mitarbeiter vielleicht nicht selbstständig in der Lage ist, einen Prozess anders zu gestalten. Und vor allem: Seien Sie offen dafür, selbst Feedback für Ihren Führungsstil einzuholen.

2. Schaffen Sie klare Vorgaben für eigenständiges Handeln

Mitarbeiter übernehmen gerne die Verantwortung für ihre Handlungen und Verhaltensweisen, wenn man sie nur lässt. Genau hieran scheitert es bei vielen Führungskräften, die selbst Schwierigkeiten haben, Verantwortung abzugeben. Dies führt zu einem Micro-Management, das für die Führungskraft schnell im Burnout endet und jedem einzelnen Mitarbeiter das Gefühl gibt, nichts richtig machen zu können.

Zeigen Sie hier als Manager die Stärke, Verantwortung abgeben zu können. Die grundlegende Organisation und die Verteilung von Aufgaben, gerne auch per Checkliste oder digitaler Anwendung, dürfen weiterhin bei Ihnen liegen. Zeigen Sie jedoch Ihren Mitarbeitern, dass Sie bereit sind, Vertrauen zu investieren. Sich hier im Vorfeld mit den einzelnen Profilen Ihrer Teammitglieder befasst zu haben, gibt Ihnen die Sicherheit, die richtigen Aufgaben an die richtigen Personen zu deligieren.

3. Gehen Sie offen mit Fehlern und Problemen um

Niemand von uns liebt Probleme – ob am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich. Kein Problem wird dadurch gelöst, dass es einfach unter den Teppich gekehrt wird. Gerade im wirtschaftlichen Umfeld kann dies langfristig zum existenziellen Problem für das Unternehmen werden bzw. Ihre Karriere als Führungskraft gefährden und nachhaltig schädigen.

Zeigen Sie stattdessen, dass Sie der Führung der Abteilung oder Ihres Teams gewachsen sind. Zeigen Sie sich offen für die Probleme, die Ihnen mitgeteilt werden, und gehen Sie die Lösung proaktiv an. Sollte dies zu viel Zeit und Mühen kosten, appellieren Sie an das oben erwähnte, eigenständige Handeln, und delegieren Sie die Problemlösung auf diese Weise. Selbst wenn sich hierdurch nicht jedes Problem aus der Welt schaffen lässt – Ihr Personal wird Ihre Offenheit und Ihr Engagement zu schätzen wissen.

Everything DiSG® Work Leaders – Ihr Profil als Führungskraft

Everything DiSG® Work Leaders – Ihr Profil als Führungskraft

Unabhängig von den Herausforderungen in Ihrem speziellen Fall gibt es einige grundlegende Dimensionen und Eigenschaften, die zu einem modernen Führungsverhalten dazu gehören. Durch Studien und mit Hilfe von Hunderten Experten und Unternehmen erarbeitet, bietet das Everything DiSG® Work Leaders Profil hierfür den genau richtigen Ansatz.

Als strukturiertes Coaching-Tool können Sie mit Everything DiSG® Work Leaders die Vision Ihres Unternehmens bzw. einzelner Teams ausarbeiten. In der nächsten Phase finden Sie auf Basis Ihres eigenen DiSG-Profils heraus, wie Sie Mitarbeitende für diese Vision gewinnen und motivieren können. Im dritten Schritt geht es um die konkrete Umsetzung, mit praktischen Tools, die sich direkt in das eigene Arbeitsleben und Führungsverhalten integrieren lassen.

Als spezielle Auswertung für Führungskräfte erhalten Sie weitreichende Einblicke in die eigenen Stärken und Schwächen. Auf dieser Basis können Sie einen Führungsstil aufbauen, der wirklich zu Ihnen passt und authentisch bei Ihrer Belegschaft ankommen wird. So lässt sich die eigene Führungsarbeit konkret optimieren.

Fragen zum Führungsverhalten? Maik-André Baumann berät Sie!

Sie möchten sich als Führungskraft bewusst mit Ihrem Führungsverhalten auseinandersetzen und gleichermaßen für bessere Ergebnisse und zufriedenere Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen sorgen? Ich, Maik-André Baumann, stehe Ihnen für diesen gesamten Prozess gerne zur Seite. Gemeinsam ermitteln wir Ihr Profil der Führung und gehen hierauf aufbauend alle Herausforderungen an, die sich für Sie als Führungskraft ergeben.

Ob für einzelne Personen oder als Schulung oder Coaching Ihrer gesamten Führungsregie – mit umfassenden Einblicken in diverse Unternehmen und Branchen begleite ich Ihren Prozess praxisnah und ergebnisorientiert. Kommen Sie noch heute auf mich zu, um schnell und verlässlich Verantwortung für Ihren Führungsstil zu übernehmen.

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FAQ – Führungsverhalten

Führungsverhalten beeinflusst maßgeblich die Unternehmenskultur und damit den langfristigen Erfolg. Die Art und Weise des Führungsverhaltens sorgt maßgeblich dafür, ob und wie gut Mitarbeiter die von ihnen erwarteten Leistungen erbringen können. Auch die Wahrnehmung als starke Führungskraft, die Probleme für die Belegschaft löst und ein offenes Ohr hat, hängt wesentlich hiervon ab.

Um Mitarbeitende langfristig zu motivieren, sollten Sie eine Vision oder einen Sinn anbieten. Diese Vision muss die Führungskraft daher zunächst selbst in sich tragen, bevor sie kommuniziert werden kann. Auch regelmäßiges Feedback ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeitenden. Seien Sie in allen Dingen ein Vorbild für Ihre Mitarbeitenden.

Laut aktuellen Gallup-Studien sind Vorgesetzte für 70 % der Varianz der Leistungsbereitschaft ihres Teams verantwortlich. 70 % aller Mitarbeiter stimmen der Aussage zu, dass ihr Vorgesetzter keine klaren Richtungen und Ziele vorgibt. 69 % der Manager fühlen sich unkomfortabel bei der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern. All dies sollte im Idealfall nicht für Ihren Führungsstil gelten.

Mitarbeiterführung beginnt im Kopf jedes Chefs, und die Psychologie spielt eine große Rolle im Führungsverhalten. Führungskräfte, die nicht über die Qualität der geleisteten Arbeit sprechen, schaden dem Verhältnis zu ihren Mitarbeitern, offene Kommunikation ist deshalb essenziell. Umgekehrt gilt: Führungskräfte, die als Mikromanager agieren, halten ihre Mitarbeiter klein und fördern deren Entwicklung nicht.